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Im Herzen der Innenstadt Hamburgs zwischen der Einkaufsstraße Mönckebergstraße, dem Rathaus und der Speicherstadt liegt das Afrikahaus in der Große Reichenstraße 27.

Das Afrikahaus wurde 1899 nach den Plänen von Martin Haller im Auftrag von Adolph und Eduard Woermann als Kontorhaus für das 1937 von Carl Woermann gegründete Handelsunternehmen C. Woermann errichtet. Die Reedereien Woermann-Linie und Deutsche Ost-Afrika-Linie hatten hier ebenfalls ihren Firmensitz. Martin Haller gilt als einer der prägenden Hamburger Architekten der Jahrhundertwende, der durch mehrere Kontorhäuser und Villen sowie dem Rathaus das Stadtbild Hamburgs mitgestaltete.

Haller nutzte die hafennahe Lage des Afrikahauses am Gröninger Fleet und die künstlerische Gestaltung der Fassaden, um die überseeischen Handelsbeziehungen der beiden Reedereien zu unterstreichen. Entstanden ist ein einmaliges Beispiel Hamburger Architektur vor internationalem Hintergrund. Der Ostflügel des Hauses wurde 1943 zerstört. Die Reedereien WL und DOAL bezogen nach dem Krieg ihr Domizil an der Palmaille.

Im Rahmen der Tradition befindet sich das Afrikahaus auch heute noch im Familiensitz und beherbergt in seinen Mauern das Handelshaus C. Woermann.