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MS TOGO WL


Foto: Archiv B. Rohbrecht

Am 13. August 1938 läuft unter der Bau-Nummer 754 bei der Bremer Vulkan Werft in Bremen-Vegesack die TOGO als Schwesterschiff der KAMERUN vom Stapel. Die Übergabe an die Woermann-Linie erfolgt am 22. September des gleichen Jahres.

Eingerichtet ist das Schiff für 12 Passagiere und 45 Mann Besatzung. Einsatzgebiet ist die Verbindung Hamburg -Westafrika.

Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges im September 1939 befindet sich das Schiff in Boma (Belgisch-Kongo). Es durchbricht die Blockade und macht am 22. November in Hamburg fest. Danach erfolgt der Einsatz im skandinavischen Raum. Bei einer Fahrt in der Nordsee läuft die TOGO auf eine Mine, die ein riesiges Loch in Luke 2 reißt. Das Schiff kommt zurück nach Hamburg, wird repariert und von der Kriegsmarine beschlagnahmt. Am 14. August 1940 wird es dort als Minenleger in der südlichen Nordsee / flandrische Küste, der sogenannten Englandfahrt, in Dienst gestellt. Am 16. Juni 1941 erfolgt vom Führer der Minenflotte die Entlassung.

In Rotterdam und Hamburg erfolgt der Umbau zum Hilfskreuzer CORONEL, jedoch erfolgt keine Indienststellung. Das Schiff erhält eine Bewaffnung von 6 Geschützen zu je 152 mm, 6 Flak zu je 40 mm, 8 Flak zu je 20 mm, 2 Zwillingstorpedorohre, 1 Aufklärungsflugzeug usw.. Die Besatzung beläuft sich auf 340 Mann. Durch verschiedene Montagen kann man dem Schiff ein 6-fach verschiedenes Gesicht geben.

Die erste Ausreise erfolgt Richtung Südamerika, von Rügen Richtung Norwegen, dann zum Kanal. Ein Sturm reißt im Fahrwasser verankerte Minen los, so dass der geplante Weg nicht mehr möglich ist. Am 13. Februar 1943 wird das Schiff am Kanalausgang bombardiert und kehrt zurück nach Boulogne. Aufgrund eines erneuten Luftangriffes wird der geplante Kurs geändert und das Schiff nach Kiel verlegt, wo es am 02. März eintrifft. Hier erfolgt ein erneuter Umbau. Als Nachtjagdleitschiff unter dem alten Namen TOGO erfolgt die Indienststellung am 16. Oktober 1943 unter Korvettenkapitän Lück.

Bis Kriegsende versieht die TOGO ihren Dienst in der Ostsee und wird am 13. August 1945 von den Briten beschlagnahmt. Die Briten geben das Schiff am 15. Januar 1946 an die USA weiter, die es dann am 13. März letztendlich den Norwegern übergeben, wo es als SVALBARD seinen Dienst als Hilfsschiff versieht.

1954 wechselt es erneut den Besitzer und erhält den Namen TILTHORN. Bei den Nordseewerken Emden wird das Schiff wieder zum Frachter umgebaut und erhält den Namen STELLA MARINA.



MS TOGO in den Hamburger Hafen einlaufend


Foto: Slg. Vonarb

1956 wird es von den Deutschen Afrika Linien wieder zurück gekauft. Am 10. Mai 1957 ist es wieder als TOGO im deutschen Schifffahrtsregister verzeichnet. Seinen Dienst versieht es zunächst für die DOAL und dann für die Woermann-Linie.


MS TOGO Kapstadt auslaufend


Reedereipostkarte: Slg. Kraft



Am 21. März erfolgt der Verkauf und der neue Name ist LACASIELLE. Einsatzgebiet ist nun Südamerika im Golf von Mexiko.

Am 08. April 1976 neuer Eigner und neuer Name TOPEKA. Trotz mehrfachem Eignerwechsel bleibt der Name bestehen.


MS TOPEKA


Foto: by M. Berger



Auf einer Reise von Tampico nach Barranquilla, beladen mit Stückgut, liegt die TOPEKA am 24. November 1984 vor Anker. Aufgrund des schweren Sturmes fängt das Schiff an zu driften und kommt am Abend auf Grund. Die Maschine und eine Luke laufen voll Wasser, 2 Besatzungsmitglieder verlieren ihr Leben.

Das Schiff ist als Totalverlust zu betrachten und das Wrack noch immer in der Seekarte 8 SM östlich vor der Einfahrt zum Coatzacoalcos River verzeichnet.