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MS TANGA JTE


Reedereipostkarte: Slg. Kraft

Im März 1917 läuft unter der Bau-Nummer 344 das bei den Götaverken, Göteborg für die Rederei A/B Transatlantik, Göteborg erbaute 5.729 BRT große Motorschiff BULLAREN vom Stapel.


MS BULLAREN


Reedereipostkarte: Slg. Kraft


Das 129,4 Meter lange und 17,1 Meter breite Schiff hat eine Geschwindigkeit von 12,0 Knoten. Eingerichtet ist das Schiff für 43 Mann Besatzung und 12 Passagiere.

Die Ablieferung an die Reederei erfolgt im Juli 1918. Eingesetzt wird das Schiff im Afrikadienst der schwedischen Reederei.


MS BULLAREN Kapstadt verlassend


Foto: Slg. Kraft


Im Juni 1940 wird die BULLAREN in Bordeaux von Frankreich beschlagnahmt und 1941 an die Deutsche Kriegsmarine übergeben, die es ab 1942 als Ziel- und Wohnschiff für U-Boote einsetzt.

Ab dem 01. Juli 1943 wird das Schiff von den Deutschen Afrika-Linien bereedert und 1944 in TANGA umbenannt.

Nachdem die TANGA in den letzten Kriegstagen 1945 bei der Evakuierung der Deutschen Ostgebiete mitgewirkt hat, wird sie bei Kriegsende in Hamburg aufgelegt. Die Briten beschlagnahmen das Schiff, übernehmen es jedoch nicht, da der schwedische Konsul gegen die Wegnahme des schwedischen Schiffes protestiert. Die Angelegenheit wird noch jahrelang Zankapfel zwischen britischen und schwedischen Behörden bleiben.

1947 geht die TANGA zur Reparatur der erheblichen Kriegsschäden in die Deutsche Werft. Nach der Wiederherstellung im Jahre 1949nhaben weder Engländer noch Schweden Interesse an der TANGA. John T. Essberger zahlt der A/B Transatlantik eine Entschädigung und behält das Schiff. Nach einem Umbau bei den Lübecker Flenderwerken erfogt am 07. Juli 1950 die Indienststellung. Eingesetzt wird die TANGA nun für den Transport von Eisenerz aus Narwik.

Durch den Einbau einer Archaouloff-Anlage und einem Schraubenwechsel kommt das Schiff nun auf eine Geschwindigkeit von 12,5 Knoten. Eingesetzt wird es nun im Liniendienst nach Südafrika.


MS TANGA im Hamburger Hafen


Foto: Archiv DAL


MS TANGA auf der Unterelbe


Foto: Slg. Vonarb


Am 16. Juli 1961 wird das Schiff an britische Interessenten verkauft. Neuer Name wird PAMARU. Auf einer Reise von Garston nach Tokio hat das Schiff erhebliche Probleme mit der Maschine und muß Manila als Nothafen anlaufen.

Japanische Abwracker erwerben das Schiff am 18. Dezember 1961. Am 16. Januar 1962 geht es im Schlepp nach Tokio, wo man am 04. April mit dem Abbruch beginnt.